Murchallenge 2018

Murchallenge-Herausforderung Mur

Am 15.9.2018 fand bei strahlendem Sonnenschein die sogenannte „Murchallenge“ statt. Ein Rennen für Paddler, Surfer, Raftbootfahrer usw. Gestartet wurde in Großlobming, St. Stefan und St. Michael / Murinsel. Das Ziel befand sich für alle in Leoben, bei der Slipstelle beim Seniorenheim.

Die Österreichische Wasserrettung beaufsichtigte das 45 km Rennen an den neuralgischen Stellen, nämlich am Start, in Obermur, auf der Murinsel, bei „Freddies Corner“ (nahe Fa. Mayer in St. Michael) und in Leoben mit 16 Spezialisten für Fließ-und Wildwasser, Hovercraftpiloten und Schiffsführern, um im Fall der Fälle rasch Rettungs- und Hilfeleistungen erbringen zu können. Die besonderen Gefahren für die Paddler waren die Hindernisse in der Mur wie umgestürzte Bäume im Flussbett, Felsen, extremes Niedrigwasser, herausragende Steine, Buhnen (Steine quer zur Strömungsrichtung), Kehrwässer (können Paddelboote zum Kentern bringen).

Eine Raftgruppe der ÖWR überwachte den Start und kontrollierte als Schlussboot die gesamten 45 km Mur, um sicher zu gehen, dass niemand auf der Strecke blieb. Fließ- und Wildwasserretter überwachten die gefährlichen Streckenabschnitte und halfen einigen gekenterten Paddlern wieder zurück in ihre Boote. An einem besonders markanten Punkt in Obermur wurden vorsorglich sogar Korbtrage und Flaschenzüge von der ÖWR aufgebaut, um eventuell Verletzte nicht nur aus dem Wasser zu bringen, sondern auch den Weitertransport zu ermöglichen.

Hovercraft „Herbie“ überwachte den Bereich der Murinsel, um im Bedarfsfall auch die für Boote unpassierbaren Abschnitte zu überwinden und Rettungsleistungen zu ermöglichen. Ein ÖWR Rettungsboot überwachte den befahrbaren Bereich in Leoben von der Jakobi-Brücke bis zum Zieleinlauf. Die meisten Hilfeleistungen waren aber bei Freddies Corner nötig, wo Kehrwässer, Stromschnellen und Hindernisse die ÖWR-Retter beschäftigt hielten.

Es waren eine gute Veranstaltung und ein großartiges Rennen. Aber es nahmen nicht nur gut ausgebildete Paddler teil, sondern auch viele Private, die mit ungeeignetem und gefährlichem Material (Einkammer-Schlauchboote, Bade-Tiere) die Mur als Freizeitspaß hinunterfuhren. Nicht jeder hatte Helm und Schwimmweste, einige waren sogar betrunken…

Obwohl das Befahren oder Schwimmen im Fluss etwas Wunderbares ist, so sollen die Gefahren nicht unterschätzt werden. Kopfverletzungen durch Kentern im seichten Wasser können bei Bewusstlosigkeit zum Tod führen, Walzen (drehendes Wasser nach Steinen und Stufen) haben schon manchen Schwimmer unter Wasser nicht mehr losgelassen…

Übung, Erfahrung sammeln mit Spezialisten und die richtige Ausrüstung machen auch für Amateure die Flüsse attraktiv und sicher.

Bemerkenswert und zu erwähnen ist auch, dass bei diesen 45 km Flusslauf, auf dem die Murchallenge abgehalten wurde, kaum ein Zugang für die Wasserrettung möglich ist. Alle Ufer sind so dicht bewachsen, dass kaum Einzelpersonen mit ihrem Material durchkommen und schon gar nicht Boote oder Hovercrafts zu Wasser gebracht werden können. Apfelberg. St. Michael und Leoben haben eine Slipstelle. Zwischendrin ist nicht einmal für Jet Boote die Mur durchgehend befahrbar. Hier ist dringend und früh genug Abhilfe zu schaffen.

MK

 

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