Übung Bundesheer November 2013

Am 18. und 19. November fand erstmalig eine gemeinsame Übung der Österreichischen Wasserrettung, der Polizei Leoben und dem Österreichischen Bundesheer statt.

Hintergrund der Übung war der Abschluss der Grundausbildung der frisch im Oktober 2013 im Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg eingerückten Rekruten. Dabei sollten die Soldaten der Wach-, Sicherungs- und Ausbildungskompanie drei Tage lang das Murkraftwerk vor feindlichen Bedrohungen schützen. Und um das nicht zu ereignislos vonstatten gehen zu lassen, wurden die Österreichische Wasserrettung sowie die Leobener Polizei gebeten, an dieser gemeinsamen Übung teilzunehmen.

So kamen Vertreter aller steirischen Bezirksstellen der ÖWR mit Booten, Einsatzfahrzeugen, Personal und allem Drum und Dran nach Leoben. Der Montag bestand zunächst einmal in einigen Vorbereitungsabeiten und dann in Unterweisungen der Rekruten bezüglich des Rettens und Bergens von Personen im und um das Wasser. Dabei wurden zuerst einige Sichtfahrten mit den Soldaten auf den Booten des Landesverbandes durchgeführt, bei dem die Soldaten ihre Augen schulen mussten, um versteckte Personen zu finden. Im Anschluss galt es nun zuerst das Ring-über-Bord-Manöver zu trainieren, bevor dann die Fließ- und Wildwasserretter aus der Mur zu bergen waren.

Nachdem dies alles vonstatten gegangen war wechselte die Wasserrettung die Seiten: Nun traten die Wasserretter als Feinde auf, die im Zuge von drei Angriffen auf das Murkraftwerk von den Soldaten aufgehalten werden sollten.

Die erste Attacke wurde von flussaufwärts des Kraftwerkes durchgeführt. Während die Boote mit falschen Schusswaffen, Leuchtraketen und Hupen die Posten des Bundesheeres in Angriff nahmen, setzten sich ein paar Schwimmer, die im Zuge des Gefechts unerkannt zur Fischleiter seitlich des Kraftwerkes gelangen, wo sie bis unmittelbar vor die barrikadierten Tore des Kraftwerkes vordrangen, jedoch am Checkpoint gefangen genommen wurden.

Währenddessen war ein kleines Schlauchboot hinter dem Kraftwerk zu Wasser gelassen worden, das die Aufmerksamkeit der dort postierten Rekruten auf sich zog. Im Schutz der Dunkelheit und der Motorengeräusche dieses Bootes konnte sich im Zuge des zweiten Angriffs eine Wildwassergruppe in der Stärke von sechs Mann unbemerkt hinter Asia Spa und dem Falkensteiner Hotel flussaufwärts durchkämpfen. Auch gelang ihnen eine nahezu lautlose Überquerung der Mur, um dann an der richtigen Flussseite anzukommen, wo es galt, einen Vorposten und einen Streiftrupp zu überwältigen und dann eine Bombenattrappe in das Kraftwerk zu bringen. Der Vorposten konnte erfolgreich eingenommen und die Streife durch einen Angriff lange genug hingehalten werden, sodass die Bombe ins Kraftwerk geworfen werden konnte, bevor jedoch die Attentäter gefangen genommen wurden.

Anschließend verabschiedete sich die Wasserrettung offiziell, doch es folgte eine List: Anstatt die Heimreise anzutreten, folgte ein dritter Angriff. Dieser bestand nun in einer lautlosen und unerkannten Annäherungen von Schwimmern an das Kraftwerk. Da nun schon einige Posten abgezogen worden waren, fanden sich sehr viele Soldaten in einer gewaltigen Stresssituation wieder, als plötzlich die "Angreifer" der Wasserrettung vor ihnen im Gebäude standen.

Diese stellte nun aber wirklich die letzte Handlung dieses Tages dar und viele WasserretterInnen machten sich auf den Heimweg, wohingegen andere in der Kaserne St.Michael nächtigten, um am nächsten Tage auch noch an der Übung mitzuwirken.
Und auch da ging es noch einmal ordentlich zur Sache: Nachdem am Vormittag das Programm bezüglich des Rettens und Bergensfortgesetz worden war, folgte eine Gefechtsübung, bei dem Angreifer abgewehrt und anschließend verfolgt werden sollten. Ein Angreifer wurde "angeschossen" und per Hovercraft abtransportiert, eine anderer von der Polizei festgenommen und der letzte mit den Einsatzbooten der ÖWR verfolgt.

Im Allgemeinen fand die sehr eindrucksvolle Übung sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den zahlreichen Schaulustigen regen Anklang und man hörte noch im Nachhinein sehr viel Positives.

An dieser Stelle möchte sich die ÖWR St.Michael bei allen Beteiligten für die vorbildliche Disziplin und die ausgezeichnete Koorperation bedanken und freut sich schon wieder auf die vielleicht in Zukunft folgenden Übungen mit der Wach-, Sicherungs- und Ausbildungskompanie!

 

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