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Gefahr Wasser in der Badesaison

Stellen Sie sich vor, Sie sind mit ihrer Familie am See, am Badeteich oder im Schwimmbad. Plötzlich schlägt jemand (vielleicht sogar Ihr Kind, Ihr Verwandter oder Bekannter) wild um sich, braucht Hilfe. Aus welchem Grund auch immer. Sie wollen helfen. Aber wie??? Selbst hineinspringen und dabei das eigene Leben riskieren? Ertrinkende kennen in diesem Fall keine Gnade oder Rücksicht, wollen nur atmen und überleben, halten sich bei jedem und allem fest, was rettend heranschwimmt…

Besser ist in diesem Fall das schnelle Zuwerfen eines Schwimmkörpers und die Rettung danach, wenn man soweit selbst gesichert ist.

Und ab hier schauen wir bereits zwei großen Problemen ins Angesicht:

  • Die Verfügbarkeit von Rettungsgeräten in geeignetem Abstand und freie Zugänglichkeit
  • Ausbildung und das Wissen um schnelle Hilfe der Anwesenden

Jeder Badbetreiber unterliegt den Bestimmungen und Auflagen der Gewerbebehörde. Sie sagt, welche Maßnahmen er zum Schutz der Badegäste zu erfüllen hat. Aber Hand aufs Herz: Sind diese (Minimal-) Auflagen wirklich genug? Was sind schon ein paar hundert zusätzliche Euro Einmalinvestition, wenn damit Menschenleben gerettet werden können? Allerdings, auch wenn manche Badbetreiber das Beste wollen, so mangelt es doch manchmal am Fachwissen. Und die Frage stellt sich nicht, was ist unbedingtes (behördliches) Muss, sondern was ist sinnvoll. Die Österreichische Wasser-Rettung, Landesverband Steiermark, mit all ihren Bezirksstellen und Ortsstellen führt Beratungen durch. Betreffend Termine und Kosten bitte die ÖWR kontaktieren. (Landesleiter@stmk.owr.at; Tel. 0677/61813892).

Der zweite Schwerpunkt der schnellen Hilfe betrifft die Ausbildungsschiene. Optimal wäre natürlich eine Helfer- bzw. Retterausbildung. Das Wichtigste an sich ist, dass man bereits vor Ort ist, wenn ein Badeunfall passiert, wenn sich ausgebildete ÖWR Mitglieder bereits unter den Badegästen befinden und immer ein offenes Auge auf alle haben. Das Versinken eines Opfers passiert so schnell, dass kaum jemand eine Chance hat, nach der Alarmierung das Einsatzpersonal zu sammeln, mit dem Material zum Unfallort zu fahren und entsprechend zu handeln. 10-15 Minuten im besten Fall sind zu schnell vorbei. Aber 10-15 Minuten unter Wasser sind meist fatal. So ist das schnelle Handeln durch anwesende Personen und Retter der einzig mögliche Schlüssel zum Erfolg.

Die ÖWR bietet verschiedene Ausbildungen an, um der breiten Masse die wichtigsten Grundsätze der Rettung nahezubringen. Interessenten melden sich bitte für weitere Auskünfte bei Susanne Kamencek,  unter Landesleiter@stmk.owr.at; Tel. 0664/88318448.

Je mehr Mitglieder wir sind, umso mehr Menschenleben werden wir retten.

 

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