Fließwasserretterkurs 2013

Im heurigen Jahre 2013 war es wieder am Landesverband Steiermark den Fließwasserretterkurs auszurichten.

 

Zum allerersten Mal wurde ein Kurs in einer solchen Größe ausgerichtet. Der Andrang war gewaltig: Neben den über 30 Teilnehmern des Kurses standen denselben während des Wochenendes von 20. bis 22. September fast genausoviele Ausbildner zur Seite.

Die Teilnehmer aus den Landesverbänden Steiermark, Oberösterreich, Burgenland und Wien wurden am Freitag nach einigen Theorie-Einheiten in acht Gruppen mit jeweils zwei Wildwasserrettern als Gruppenkommandanten eingeteilt. Innerhalb der Gruppen wurde dann bis zum Abend  sowohl das Werfen von Wurfsäcken und das Auslösen des Panikverschlusses geübt als auch die Ausrüstung auf kurs- und einsatztauglichkeit kontrolliert.

Am kommenden Tag ging es um acht Uhr weiter. Treffpunkt war die Puntigamer Brücke in Graz. Einem ausgeklügeltem System folgend wurden die acht Gruppen an verschiedenen Stellen flussaufwärts bis zur Hauptbrücke ausgesetzt und hatten die Aufgabe, bis zu einem gewissen Zeitpunkt die geplanten Lehrinhalte - Schwimmen im Fließwasser, Werfen des Wurfsacks, gesichertes und freies Retten, Gewässerkunde, Verhalten in einer Gruppe, Knotenkunde, etc. - durchzunehmen. Nachdem alle Gruppen eingetroffen waren, stand zuerst das Mittagessen am Programm, dessen Organisation und Zubereitung während des gesamten Kurses vorbildlich funktionierte. An dieser Stelle ein großes Lob. 
Anschließend folgte der achmittägliche Stationsbetrieb. Immer zwei Gruppen gleichzeitig stellten sich den Aufgaben der vier Stationen: dem Bauen einer Seilfähre, Panikverschluss kombiniert mit freiem Retten, Springen von der Brücke am Schwarzlsee und Panikverschluss mit Wurfsackwerfen. An diesem Nachmittag stattete uns auch der ORF einen kurzen Besuch ab, dessen Früchte am gleichen Tag in "Steiermark heute" (unter "Meldungen" ab 01:19-01:50) zu sehen war.
Nachdem alle Stationen bewältigt worden waren, gab es für alle wieder ein Abendessen und die Gelegenheit, sich wieder etwas zu erholen, bevor es dann um ca 20 Uhr auf zum Nachtschwimmen ging. In regelmäßigen Abständen wurden die Gruppen ins kühle (und nun auch dunkle) Nass gelassen, um dann auch dort an ein paar Punkten Theoriefragen zu beantworten und zu beweisen, dass sie auch blind die geforderten Knoten beherrschen.

Am Sonntag mussten sich die Teilnehmer einer letzten umfangreichen Abschlussprüfung stellen und zeigen, was sie an dem Wochenende gelernt hatten. Dabei fungierten die Gruppenkommandanten nur mehr als stille Beobachter und überließen die Auszubildenden mehr oder minder ihrem eigenen angeeigneten Wissen. Dabei galt es im Abschnitt Hauptbrücke bis zur Puntigamer Brücke mehrmals zu queren, bei einigen Stationen das Wasser zu lesen und Strömungen zu nutzen, die gelernten Rettungsarten anzuwenden und in einer ziemlichen Stresssituation mehrere Opfer fast gleichzeitig zu bergen und zu versorgen.

Nachdem dies alles geschafft war, trafen sich Ausbildner und Teilnehmer in der Kirchnerkaserne, die während der Dauer des Kurses auch die Unterkunft der Auszubildenden darstellte, wo den frisch gebackenen Fließwasserrettern die Urkunden und Abzeichen verliehen wurden und der Kurs 2013 sein offizielles Ende nahm.

 

Gratulation seitens der Bezirksstelle St.Michael allen Teilnehmern der Kurses, die nun im Ernstfall auf einer ganz neuen Ebene Hilfe leisten können. Und ein großes Lob für die Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit, Disziplin und Einsatzbereitschaft!

FW-Kurs 2013