Einsatz Graz August 2015

Aus geplanter Einsatzübung wurde Sucheinsatz

Der Landesverband Steiermark der Österreichischen Wasserrettung hatte für Samstag, dem 8. August eine Alarmübung für den Raum Graz geplant. Aus gegebenem Anlass – seit Freitag, 7. August wurde ein 16-jähriger junger Mann genau in diesem Bereich als vermisst gemeldet– entschied man sich, die Übung ohne ausgesetzten Dummies zu absolvieren. Nach Rücksprache mit der Landeswarnzentrale und der Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr Graz wurden die Teams der ÖWR „offiziell“ nachalarmiert.

 

Ab dem Vormittag (10:00 Uhr) bis in den späten Nachmittag (16:30 Uhr) wurde mit drei Booten, einem Jet-Ski, einem Raft-Boot und zehn Fließ- und Wildwasserrettern intensiv auf der Mur nach dem Vermissten gesucht.

Die Mannschaften auf den Booten und dem Jet-Ski suchten von Gössendorf flussab- und aufwärts die Ufer und bestimmte Verklausungen ab und wurden für die Verlegung der Schwimmer eingesetzt. Die Fließ- und Wildwasserretter suchten von der Radetzkybrücke – vom Ort, an dem der Vermisste zueltzt gesehen wurde, als er zum Baden in die Mur ging – flussabwärts intensiv unter Steinen, Ästen und Wurzeln, ob sich an diesen Stellen der Vermisste eingeklemmt hat. Schließlich war eine Besatzung bestehend aus fünf Mann mit dem Raftboot unterwegs; diese suchten ebenfalls unwegsame Stellen ab; fuhren mit dem Raft flussabwärts – stiegen dazwischen aus dem Boot aus und suchten „händisch“ nach dem Vermissten.

Leider wurden an diesem Tag die intensiven Bemühungen der Österreichischen Wasserrettung nicht mit einem Sucherfolg belohnt. Aufgrund der teilweise starken Strömung – es wurde eine Fließgeschwindigkeit von über 10 km/h festgestellt – ist damit zu rechnen, dass der Vermisste schon zu weit abgetrieben ist.Nach dem offiziellen Einsatzende bedankte sich der Einsatzleiter der ÖWR Manfred Kamencek bei den teilnehmenden Bezirksstellen an der Suche.

Angesichts der noch zu erwartenden kommenden tropenähnlichen Tage warnt die Österreichische Wasserrettung erneut davor, in unbekannten und fließenden Gewässern Abkühlung zu suchen. Die Gefahren werden meist unterschätzt und sind einfach zu groß.

 

Eingesetzt waren von Seiten der ÖWR:

3 Boot
1 Jet-Ski
1 Raft
Fließ- und Wildwasserretter

Insgesamt 25 Mann

Einsatz 08-08-2015

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